DBFZ Technikum Deutsches Biomasseforschungszentrum

Bürogebäude mit Technikum, Hallen und Laboren, Leipzig

Bildung und Forschung Büro und Verwaltung

Das Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ) erforscht die Verwendung von Biomasse für die Energieerzeugung. 2008 gegründet und in Leipzig auf einer vormals rudimentär bebauten Brache beheimatet, benötigte die Einrichtung der Bundesrepublik Deutschland ein Quartier mit neuen Büros und einem Technikum mit Hallen und Laboren. Bürogebäude und Technikum stehen zwischen der Haupteinfallstraße in die Leipziger Innenstadt und der rückwärtigen Bestandsbebauung des DBFZ.

Das Gelände erhält einen ordnenden Rahmen, denn beide Körper werden über ein erdgeschossiges Band aus Labor- und Seminarräumen zu einem Ensemble zusammengefasst. Das Tor im Band trennt öffentlichen Vorplatz und DBFZ-internen Hof. Der neue Vorplatz bildet die Adresse der Forschungseinrichtung und der fünfgeschossige Bürobau mit angegliedertem Konferenzzentrum macht von weitem darauf aufmerksam. Das Logo des DBFZ konnte in der nichtfarbigen Variante vor dem dunklen Holz platziert werden.

„Holz, soweit das Auge reicht“ ist das Motto des Projekts. Nicht nur die tragende Konstruktion ist weitgehend aus Holz, sondern auch die Gebäudehülle und das Innere weisen einen maximalen Holzanteil auf. So sind alle Fassaden mit unterschiedlich breiten, schwarz angestrichenen Brettern verkleidet.

Das Bürogebäude war der erste mehrgeschossige Bau seiner Typologie in Sachsen. Nur die aussteifenden Treppenkerne sind aus Stahlbeton. Die übrige Tragkonstruktion der Geschosse besteht aus Brettstapeldecken, Brettsperrholzwänden und Holzstützen. Die Tragkonstruktionen wurden vorgefertigt, elementiert geliefert und vor Ort pro Geschoss innerhalb einer Woche zusammengesetzt. Wo es der Brandschutz zuließ, blieb die Konstruktion sichtbar. Das gewählte Konstruktionsprinzip eines Rohbaus aus Holz und die Fassadenbekleidung aus Holz weisen energetisch-ökologische Vorzüge auf: Ressourcenschonende Material- und Baustoffverwendung von Holz als nachwachsendem Rohstoff, Steigerung von Raumbehaglichkeit und Arbeitsplatzqualität durch physiologisch positive Wahrnehmung von Holz, schnelle Gebäudeerrichtung durch hohen Vorfertigungsgrad der Holzbauteile und Holz als leicht rückbaubarer und rezyklierbarer Baustoff.

Bauherrschaft: Bundesrepublik Deutschland, vertr. d. d. Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, Niederlassung Leipzig I

Architektur: Schulz und Schulz Architekten GmbH

Statik: Mathes Beratende Ingenieure GmbH

Haustechnik: MLT Medien Licht Technik Ingenieure GmbH

Nutzungsfläche (NUF): 7400 m²

Fertigstellung: 2021

Fotos: Gustav Willeit, Schulz und Schulz Architekten GmbH

weitere Projekte

abgeschlossen
2-geschossiger Brettsperrholzbau

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