Erweiterung Vitzthum-Gymnasium

Erweiterungsneubau für 2 Klassenstufen in Holztafelbauweise

Bildung und Forschung

Städtebauliches Konzept 

Der Erweiterungsbau umfasst 10 Klassenräume mit den erforderlichen Nebenräumen und einem großzügigen Speisesaal mit Küche. Bei der Errichtung der Erweiterung stand die schlüssige Ergänzung des bestehenden Ensembles aus Schule und Sporthalle in städtebaulicher Hinsicht und im Hinblick auf die Einfügung in die anspruchsvolle Topographie im Fokus. Dies wurde unter anderem dadurch erreicht, dass sich die Erweiterung, ebenso wie die Sporthalle, in die Topographie der Hangkante einfügt und den gemeinsamen farbigen „Sockel“ nach Norden hin fortsetzt.

 

Tragwerk und Konstruktion

Bei der Gebäudekonstruktion stand, neben den Prämissen einer wirtschaftlichen und dauerhaften Bauweise, vor allem die zügige Erstellung des Gebäudes im Vordergrund. Der eher knappe Zeitrahmen legte es nahe, nach Möglichkeiten zumindest einer partiellen Vorfertigung zu suchen, um die Bauzeit vor Ort zu reduzieren. Aufgrund des hohen Anteils an erdberührten Bauteilen durch das Einfügen des Gebäudes in eine hohe Böschung kam die vollständige Errichtung in Holz-Modulbauweise nicht in Frage, so dass ein Kombination von konventionellen Massivbauanteilen und vorgefertigten Elementen in Holzbauweise entwickelt wurde. Dabei wurden diejenigen Anteile in Massivbauweise errichtet, die erdberührte Anteile haben und die als Feuchträume größere Anforderungen an Abdichtungen haben (Speisesaal, Sanitär-, Küchen- und Technikbereiche sowie Treppenraum mit Aufzug). Alle Klassenräume, Flure und der Bereich Lehrerzimmer wurden in Holzbauweise errichtet, wobei die Wand- und Deckenscheiben als vorgefertigte Vollholz- bzw. Brettstapel-Elemente geplant sind. Die hohen Anforderungen an die Bauteile im Hinblick auf Schallschutz, Brandschutz, Installationsdichte, Raumakustik und notwendige statische Eigenschaften konnten mit der modularen Planung und Bemessung der Holzbau-Elemente erfüllt werden.

 

Gebäudehülle

Die Gebäudehülle des Erweiterungsbaues wurde vom Sockel des Bestandsgebäudes im Sinne der Ensemblewirkung übernommen. Die äußere Bekleidung ist eine hinterlüftete Vorhang-fassade aus orangefarbenen Aluminiumpaneelen, wie auch im Erdgeschoss des Schulhauses bzw. an der Sporthalle. Die Gebäudeeinschnitte am Hauptzugang und an der Außentreppe Nord sowie der sich aus dem Hang herausschiebende Gebäudeteil des Speisesaales sind mit graphitgrauen Faserzementplatten abgesetzt.

Das Projekt wurde mit dem Holzbaupreis Sachsen 2021 ausgezeichnet.

 

Bauherrschaft: Landeshauptstadt Dresden

Architektur: meyer-bassin und partner, freie architekten bda

Statik: Leonhardt, Andrä und Partner

Brandschutzplaner: meyer-bassin und partner, freie architekten bda

Haustechnik: Deutsche Energie Consult GmbH

Nutzungsfläche (NUF): 1.025 qm

Fertigstellung: 2020

Fotos: Fotos Lothar Sprenger / meyer-bassin und partner

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